Die armen Diktatoren dieser Welt haben es nicht leicht. Erst der arabische Frühling, dann Kim Juniors Blamage mit der Rakete und jetzt auch noch Sacha Baron Cohen mit Der Diktator. Fies.
Schon alleine der Trailer bietet jede Menge Anspielungen auf reale Begebenheiten, sogar der (seinerzeit vereitelte) Anschlag auf Fidel Castros Bart spielt eine zentrale Rolle.
Die Webseite zum Film ist schön gemacht, unter anderem finden sich dort Links auf die Webpräsenzen realer nicht demokratisch regierter Staaten (wusstet ihr eigentlich, dass Nordkorea eine wirklich schön gemacht Homepage hat?!).
Die Meinungen über den Film gehen weit auseinander. Die Einen empfinden ihn als puren Klamauk, die Anderen vergleichen ihn sogar mit Der große Diktator von Charly Chaplin.
Ich werde mir demnächst eine eigene Meinung bilden. Der Trailer weckt jedenfalls die Hoffnung, dass Cohens Humor diesmal nicht ausschließlich auf Peinlichkeit und Fremdscham basiert.
Unbeliebt war die Krimireihe Tatort ja noch nie. In den letzten Jahren, so kommt es mir zumindest vor, ist die Beliebtheit aber weiter gestiegen. So gibt es seit einiger Zeit auch Tatort-Public-Viewings, über die man sich hier einen interessanten Audiobeitrag anhören kann. Und im Nachhinein kann man auch seine unterschiedlichen Ansichten über die Qualität einer Folge pflegen: Den vorletzten Tatort, Cenk Batus Abschiedsfolge, fand ich reichlich absurd und uninteressant, für Konni dagegen war es ein Highlight.

Mit dem gestrigen Fall Der Wald steht schwarz und schweiget gibt es eine Neuerung im Tatort: Der Fall wurde zwar prinzipiell abgeschlossen, aber ein wichtiges Detail blieb ungeklärt. Nun hat man in einem Point-and-Click-Adventure die Möglichkeit, selbst zu ermitteln und den Fall komplett zu lösen. Nette Sache.
Wer die Folge verpasst hat, kann sie sich in der Mediathek eine Woche lang im Nachhinein ansehen.
Diese Woche wurde bekannt, dass die Niederlande als erster Staat in Europa ein Gesetz zur Netzneutralität verabschiedet hatten. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass sämtliche Daten im Netz so schnell wie möglich befördert werden müssen und keine Priorisierung stattfinden darf.
Das hört sich im ersten Moment banal an, ist aber eine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Netz. Das Internet basiert grundlegend auf der “Dummheit der Transportschicht”. Das Netz muss also die Daten ohne Ansehen des Inhaltes gleichberechtigt weiterleiten, die “Intelligenz” darf ausschließlich in den Endpunkten (PC, Tablet, Server, etc.) sitzen. So ist das Internet strukturiert und nur so kann es auch in Zukunft seine Innovationskraft erhalten. Wenn das Netz künftig Daten nicht nur weiterleiten sondern auch verstehen müsste, wäre es vorbei mit der stetigen Weiterentwicklung neuer Dienste.

Zum Anderen dürfen in den Niederlanden künftig keine kastrierten Internetanschlüsse mehr angeboten werden wo beispielsweise VoIP, Messenger, VPN oder sonstige Dienste blockiert werden. Als Internetanschluss darf künftig nur noch gelten, was tatsächlich uneingeschränkt auf allen Ports läuft und von beiden Seiten her erreichbar ist (wichtig beispielsweise für immer beliebter werdende Homeserver). Auch in Deutschland werden vor allem im Mobilfunkbereich stark eingeschränkte Zugänge angeboten, die einerseits bestimmte Ports blockiert haben oder einen Zwangsproxy nutzen müssen und somit keine eigene IP im WAN haben. So etwas ist allenfalls ein “Surf-Anschluss”; mit einem Internetanschluss hat das wenig zu tun.
Die Niederlande sind in diesem Punkt zu beneiden. Bleibt zu hoffen, dass auch in Deutschland bald ein Erwachen stattfindet. Solange die Politsenioren etablierter Parteien dem Thema aber völlig hilflos gegenüberstehen und die Piraten nur als Protestpartei betrachten anstatt deren netzpolitische Kompetenz zu erkennen, ist eher Pessimismus angezeigt.
Mehr Informationen zur Netzneutralität: echtesnetz.de
Während am Sonntag offenbar halb Nürnberg beim Konzert von DJ Bobo war, freue ich mich auf eine Veranstaltung der ganz anderen Art: Am 10. Juni geben sich Malediva die Ehre und treten in der Nürnberger Tafelhalle mit ihrem neuen Programm “Pyjama Party” auf.

Pyjama Party - (c) Malediva
Das Ticket ist ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk von Anna und Christian; vielen Dank nochmal an dieser Stelle!
Malediva machen Kabarett und Chansons. Grob gesagt. Wer das Trio noch nicht kennen sollte, kann sich direkt auf deren Website ein Bild machen, denn dort gibt es eine Kritik des Deutschlandfunks mitsamt Ausschnitten aus dem aktuellen Programm.
Den langsam kommenden angenehmeren Temperaturen entsprechend habe ich beschlossen, mich in diesem Jahr mit Geocaching zu beschäftigen. Auf den Neuling warten erst einige Begriffe und Regeln die man sich beispielsweise in der Wikipedia zum Thema grundlegend aneignen kann.
Die weltweit größte Community findet sich unter geocaching.com. Anmelden, einen Cache in der Nähe suchen und mit Hilfe der Koordinaten und einem GPS-Empfänger geht es dann auf die Suche.
Auf diese Weise habe ich nach ein wenig Herumirren meinen ersten Cache geloggt, nämlich diesen: GC2Q63Z. Mitten in den Pegnitzauen an einem Flüsschen. Der erste kleine Fahrradausflug des Jahres, garniert mit einem Erfolgserlebnis.

In Nürnberg und Umgebung gibt es hunderte Caches
Beim technischen Hilfsmittel bin ich allerdings noch unschlüssig: Für mein veraltetes Smartphone gibt es kaum brauchbare Caching-Apps – und die Apps die es gibt haben einige Nachteile. Davon abgesehen ist die Genauigkeit meines internen GPS-Empfängers nicht so der Knüller.
Vielleicht lege ich mir ein einfaches GPS-Gerät zu das man auch am Fahrradlenker befestigen kann. Dieses würde dann Richtungsanzeigen, Entfernungsmesser und Ähnliches bieten. Die Königsklasse mit hinterlegtem Kartenmaterial würde dagegen mit mindestens 150 Euro zu Buche schlagen. Das ist dann doch ein wenig zu viel für einen Anfänger der erst einmal hineinschnuppern will.
Wie auch immer, demnächst geht es zum nächsten Cache ;-)
Es ist der Klassiker: Man hat an seinem PC einen RSS-Reader um auf dem Laufenden zu bleiben. Aber nicht nur dort, sondern auch auf dem Zweit-PC, Handy und Tablet befindet sich ein RSS-Reader. Dummerweise kommunizieren diese nicht miteinander, weswegen man nie weiß, welchen Artikel man nun schon gelesen hat oder nicht.
Abhilfe schafft hier die Cloud: Man könnte den Google Reader nutzen und hätte das Problem gelöst. Frei nach dem Motto “Vertraue keinem Server den du nicht selbst betreibst” habe ich die Sache in osterfeiertäglicher Ruhe nun anders gelöst:
Auf meinem kleinen Homeserver habe ich eine MySQL-Datenbank angelegt und einen Webserver samt PHP installiert. Dies eröffnet Möglichkeiten für interaktive und intelligente Webandwendungen, in diesem Fall für Tiny Tiny RSS.

Beispielansicht des Readers. Quelle: Hersteller
Von überall her kann ich mich jetzt also per Browser in meinen persönlichen RSS-Reader verbinden und habe überall den gleichen Datenbestand. Tiny Tiny RSS ist wirklich sehr komfortabel, stabil und aktualisiert die Feeds per Cronjob rund um die Uhr – ein großer Vorteil gegenüber meinem bisherigen Feedreader Thunderbird, der ja nur aktualisiert wenn auch der Rechner läuft.
Man kennt das: Man hat ein schönes Foto, aber auf dem Bild befinden sich störende Dinge. Beispielsweise ein verrostetes Fahrrad an einem ansonsten wunderschönen Strand oder ein Mülleimer in landschaftlicher Idylle.
Solche störenden Elemente aus einem Foto zu entfernen ist normalerweise eine sehr aufwändige Angelegenheit. Mit der Software Inpaint geht das aber mit nur wenigen Mausklicks.

Ein Teil des Königspalastes in Phnom Penh nach der Bearbeitung

Das Original mit störendem Gartenschlauch, mehr Wolken und zwei Fenstern
Die Software kostet knapp 20 Dollar, es gibt aber auch eine kostenlose Onlineversion davon. Diese bietet zwar weniger Möglichkeiten (vor allem können leider keine Horizontlinien definiert werden) aber für kleine Arbeiten reicht auch das. Und vor allem macht es eine ganze Menge Spaß, Dinge aus Fotos verschwinden zu lassen ;-)
Ein gewisses Faible für kleine technische Spielereien kann ich ja nicht abstreiten. Deswegen hat nun ein winzig kleiner PC (bzw. dessen Mainboard) den Weg zu mir gefunden: Ein IEI PM-LX-800.
Das Mainboard misst gerade einmal 9,5cm x 9cm und ist somit wirklich unschlagbar klein. Der Formfaktor nennt sich PC/104.

Die Peripherie muss sich nicht hinter seinen großen Brüdern verstecken: VGA, 2x PS/2, LAN, 2x USB, RS232, LPT, ATA. Auf der Rückseite befindet sich der Sockel für RAM (ein 512-MB-Modul lag bei), ebenfalls auf der Rückseite kann eine Compact-Flash-Karte eingesteckt werden wenn man keine normale Festplatte verwenden möchte.
Die Leistung ist der Größe angemessen: Als CPU sitzt ein AMD Geode 500 MHz mit passiver Kühlung direkt auf dem Board. Somit ließe sich sehr entspannt ein Homeserver realisieren oder gar ein einfacher Bürorechner mit einer abgespeckten Linuxdistribution wie z.B. Lubuntu.
Und das für weniger als 60 Euro ;-)
Gestern machte sich mein Messenger bemerkbar und offenbarte eine kleine Überraschung: Benny, ein Freund aus alten Tagen, meldete sich. In der Anfangszeit von max91,0 (bzw. dessen Vorläufer AFK Radio Nürnberg) haben wir beide dort Sendungen gemacht und uns vor schätzungsweise mehr als zwölf Jahren aus den Augen verloren.
Benny meldete sich allerdings nicht aus Nürnberg oder einer anderen deutschen Stadt, sondern direkt aus Manila. Er befindet sich seit einiger Zeit auf einer 15-monatigen Reise und kam bereits durch Indien, Malaysia, Brunei, Thailand, Laos, Kambodscha und befindet sich nun eben auf den Philippinen. Beneidenswert!

Sonnenuntergang am Mekong in Laos - frech geklaut aus Bennys Blog
Interessant ist die Tatsache, dass Benny im Januar in Phnom Penh war und ich nur einige Wochen später teilweise genau die gleichen Orte aufgesucht habe. Somit hätten wir uns also fast über den Weg laufen können – die Welt ist ja angeblich klein.
Es gibt auch einen Blog zur Reise: Unter in15monatenumdiewelt.blogspot.de wird alles erzählt und mit Fotos dokumentiert. Wegen des Umfangs konnte ich den Blog zwar noch nicht komplett lesen, aber es ist definitiv eine Empfehlung für alle Fernwehgeplagten!
Die Tagesschau ist mit ihren Nachrichten so schnell und aktuell, dass die Realität manchmal eine Woche hinterherhinkt.

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